Bewusst essen und einkaufen: Weniger Lebensmittel wegwerfen

Laut einer aktuellen Studie der Initiative Save Food erblicken in Deutschland viele Lebensmittel nie einen Tellerrand: Die Nahrungsmittel werden einfach weggeworfen. Im Durchschnitt landen so rund 20 Prozent der eingekauften Lebensmittel auf dem Müll. Die Hälfte dieser weggeworfenen Nahrungsmittel hätte dabei vor ihrem Schicksal bewahrt werden können, wenn die Mahlzeiten besser aufbewahrt und geplant werden würden.

Wie kann man das Wegwerfen von Lebensmitteln verhindern?

Bei einem überwiegenden Teil der Lebensmittel, die weggeschmissen werden, handelt es sich um leicht verderbliches Gemüse und Obst. Um keine Obst und Gemüse mehr wegzuwerfen, sollte man leicht verderbliche Sorten wie Erdbeeren gleich am Tag des Einkaufs verzehren oder verarbeiten. Im Kühlschrank halten sich viele Sorten länger und ziehen dann auch keine Obstfliegen an.

Bewusst einkaufen

Leichter gesagt als getan: Kaufen Sie nur die Lebensmittel, die Sie wirklich brauchen. Dies gilt vor allem für leicht Verderbliches wie Gemüse, Käse oder Wurst. Eine Packung Nudeln aus dem Angebot oder Konserven kann man hingegen auch mal ein paar Monate im Vorratsschrank lagern. Wer chronisch zu viel einkauft, macht sich am besten einen Einkaufszettel und packt nur das in den Warenkorb, was auch benötigt wird.

Planen Sie Ihre Mahlzeiten! Überlegen Sie schon heute, was Sie die nächsten Tage essen und kochen möchten und kaufen Sie genau danach ein. Alles was nur eventuell gegessen wird und verderblich ist, kann im Regal bleiben.

Fische aus Aquakultur

Vielen Fischessern ist beim Kauf von Frischfisch-, Räucherfisch- und Tiefkühlfisch-Produkten schon einmal die Herkunftsbezeichnung „aus Aquakultur in z.B. Deutschland oder Norwegen“ aufgefallen. Die Aquakulturtechnologie gewinnt heute weltweit in Zusammenhang mit der Überfischung zahlreicher Fischbestände an Bedeutung.

Was bedeutet Aquakultur?

Aquakultur ist die kontrollierte Aufzucht von Fischen und anderen Meereslebewesen wie Muscheln durch den Menschen. Die Aquakulturanlagen befinden sich in fließenden und stehenden Gewässern. In Teichwirtschaft werden so Binnenfische wie Karpfen und Forellen gezüchtet. Salzwasserfische werden hingehen in Marikultur gezüchtet: Netzgehege in Buchten oder im offenen Meer. Ein Beispiel für die Aufzucht von Meeresfischen sind die norwegischen Lachsfarmen. Eine Sonderform der Aquakultur ist die Aquaponik mit geschlossenem

Vor- und Nachteile von Aquakulturen

Ohne Aquakulturen könnte die Nachfrage nach vielen überfischten Fischarten heute kaum noch gedeckt werden. Die Bestände von Fischarten wie Wildlachs unterliegen zudem starken Schwankungen und lassen sich somit nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt in den Handel bringen. Die Aquakultur ermöglicht hingegen eine planbare Fischaufzucht und günstige Preise: Die optimierte Aquakultur macht Fischarten wie Lachs für den Verbraucher erst erschwinglich. Die kontrollierte Fischaufzucht wirkt der Überfischung der Meere entgegen. Die moderne Aquakultur hat jedoch auch Nachteile: Die Fische werden nicht artgerecht gehalten, sind anfälliger für Krankheiten und benötigen daher oft Mittel gegen Parasiten. In Südostasien hat die Garnelenzucht in Aquakultur zur drastischen Verringerung der Mangrovenbestände geführt.

Nudel ist nicht gleich Nudel

Nudeln sind schnell zubereitet und immer köstlich. In den vergangenen Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Nudeln in Deutschland immer weiter gestiegen und macht die preisgünstigen Teigwaren zum beliebten Küchenklassiker für Jung und Alt.

Wissenswertes über Pasta

Die meisten Nudeln bestehen aus Hartweizengrieß, der wiederum aus Weizen hergestellt wird. Eiernudeln enthalten zusätzlich Eier. Zusätzlich sind dunkle Nudeln aus Dinkel oder Vollkorn erhältlich. Die Nudel ist vermutlich bereits 4.000 Jahre alt.

Nudeln kaufen

Nudeln sind im Supermarkt in getrockneter Form erhältlich. Im Trend liegen zudem frische Nudeln aus dem Kühlregal. Aus einem Nudelteig kann man die beliebten Teigwaren auch zuhause selbst herstellen – hierzu sind allerdings eine Nudelmaschine und etwas Übung erforderlich. Zu den beliebtesten Nudelvariationen zählen Farfalle, Fusilli, Maccaroni und natürlich Spaghetti. Alle Nudelsorten sind getrocknet und frisch erhältlich und können auch selbst hergestellt werden.

Tipps für die Nudel-Küche

Zur Aufbewahrung von Nudeln eignet sich ein dunkler Ort. Da Nudeln fremde Gerüche annehmen, füllt man sie am besten in einen verschließbaren Behälter um. Man gibt Nudeln immer in kochendes Wasser und kocht sie traditionell „al dente“, also bissfest. Die fertigen Nudeln werden nur abgegossen und nicht mit kaltem Wasser abgeschreckt.

Zu den klassischen, typisch italienischen Nudelgerichten zählen Bolognese, Carbonara und Napoletana.

Wissenswertes über Eier

Das Hühnerei ist ein beliebtes Nahrungsmittel: Mehr als zehn Millionen Eier werden jährlich in Deutschland produziert. Der statistische Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 210 Eiern, von denen aber nur die Hälfte im Haushalt verbraucht wird.

Vom Huhn und vom Ei

Hühner können pro Tag ein Ei legen. Wenn das Ei ausgebrütet wird, schlüpft irgendwann ein Küken aus dem Ei. Als Nahrungsmittel wird das rohe Ei im Hühnerstall eingesammelt und kommt dann innerhalb von 21 Tagen nach dem Legen in den Handel.

Das ist im Ei drin

Eier bestehen aus Eiklar und Eigelb. Das Eiklar besteht zu 87 % aus Wasser, 11 % Eiweiß und jeweils 1 % Kohlenhydraten und Mineralstoffen. Das Eigelb setzt sich aus 50 % Wasser, 32 % Fett, 16 % Eiweiß und 2 % Mineralstoffen zusammen. Jedes Ei hat etwa 80 Kalorien. Eier versorgen uns mit allen Vitaminen außer Vitamin C.

Die verschiedenen Eier

Eier werden in die Gewichtsklassen S, M, L und XL eingeteilt. Es gibt vier verschiedene Haltungsformen: 0 steht für Bioeier, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Auf dem Ei sind die Haltungsform und der erzeugende Betrieb aufgedruckt.

Eier richtig lagern

Eier sind leicht verderblich. Man bewahrt sie am besten im Kühlschrank oder an einem kühleren Ort auf. Eier mit beschädigter Schale sollten nicht mehr verwendet werden. Frische Eier sind je nach Legedatum mehrere Wochen haltbar – auf dem Karton steht meist das Verfallsdatum.

Steigende Preise: Kaffee wird immer teuer

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der deutschen Genießer: Im Durchschnitt werden etwa 150 Liter Kaffee pro Jahr getrunken. Viele Liebhaber des aromatischen Heißgetränks ärgern sich derzeit jedoch über steigende Preise am Kaffee-Regal. Zahlreiche Discounter, Supermärkte und Röster haben ihre Kaffeepreise bereits deutlich angehoben.

Warum wird Kaffee immer teuer?

Der Grund für die Verteuerung sind steigende Preise am Rohkaffeemarkt. Zu den weltweit größten Kaffeeproduzenten zählen Länder wie Brasilien, Vietnam, Kolumbien, Indonesien und Äthiopien. Rund 70 Prozent des Kaffees wird von kleinbäuerlichen Betrieben produziert. Neben Deutschland gehören die USA, Frankreich, Japan und Italien zu den wichtigsten Abnehmern. Das aromatische Heißgetränk gewinnt auch zunehmend neue Liebhaber: In China wird Kaffee beispielsweise immer gefragter. Auch Länder wie Brasilien entdecken die köstliche Bohne zunehmend für den eigenen Genuss.

Im Jahr 2001 war der Preis für Kaffee in Deutschland übrigens so niedrig wie 50 Jahre zuvor nicht – man bezahlte nur etwa 3,30 Euro. Zu diesem Zeitpunkt brachen der Weltmarktpreis für Kaffee drastisch ein. Die Folgen dieser Kaffeekrise waren besonders in den Entwicklungsländern, die Kaffee anbauen, spürbar. Seit 2006 steigen die Kaffeepreise leicht an.

Seit Dezember 2010 müssen deutsche Kaffee-Fans für ihr geliebtes Heißgetränk nun tiefer in die Taschen greifen. Allein die beliebte Sorte Arabica wurde im Dezember auf dem Rohkaffeemarkt um fast 25 Prozent teurer.

Lachs für Feinschmecker

Vom köstlichen Lachs bis zum Feinschmecker-Geheimtipp Scholle: Der Appetit auf Fisch wird immer größer. Im Jahr 2009 haben die Deutschen pro Kopf mehr als 15 Kilogramm Fisch gegessen. Zu den beliebtesten Sorten gehören Seelachs, Hering, Lachs, Thunfisch und Pangasius. Da Fisch nicht nur ein köstliches, sondern auch ein sensibles Lebensmittel ist, sollten sich besonders Anfänger in der Küche mit der korrekten Lagerung von Frischfisch vertraut machen.

Fisch im Kühlschrank lagern

Im optimalen Fall sollte frischer Fisch immer an dem Tag gekauft werden, an dem er auch gegessen wird. Die meisten Ladengeschäfte bieten auch die Möglichkeit, frischen Fisch vorzubestellen, so dass das Wunschfilet nicht bereits vergriffen ist. Frischer Fisch sollte nach dem Kauf aus seiner Verkaufsverpackung genommen und in einem neutralen Küchengefäß im Kühlschrank gelagert werden. Mit Eis oder Folie bedeckter Frischfisch kann so noch etwa einen Tag im Kühlschrank gelagert werden.

Frischer Fisch riecht übrigens immer angenehm und nicht stark nach Fisch. Ein übler Geruch deutet auf zu lange Lagerzeiten oder falsche Lagertemperaturen hin. Bei einem frischen Fisch sehen die Augen klar aus, die Kiemen sind dunkelrot gefärbt. Im Fachhandel wird Frischfisch bei einer Temperatur zwischen null und zwei Grad gelagert.

Die Lagerzeit von Räucherfisch beträgt bis zu vier Tagen. Das Haltbarkeitsdatum von tiefgekühltem Fisch ist auf der Verpackung vermerkt – man taut TK-Fisch immer im Kühlschrank auf.