Bubble-Tea: Gesundheitsgefahr für Kinder unter 4

Bubble-Tea ist ein Modegetränk. Zunehmend wird der Tee mit den kleinen Kügelchen in den verschiedensten Lokalen angeboten. Nicht nur Jugendliche trinken dieses Getränk, sondern auch Kinder unter vier Jahren. Gerade für sie besteht allerdings eine ernste Gefahr beim Genuss des Bubble-Tea, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun meldet.

Bubbles können in die Atemwege gelangen

Dass die Gesundheit durch den Genuss von Bubble-Tea nicht gefördert wird, ist seit einiger Zeit bekannt. Vor allem der Kaloriengehalt von durchschnittlich mehr als 500 Kilokalorien pro Getränk kann zu starkem Übergewicht führen und damit bei Kindern das Diabetes-Risiko deutlich erhöhen. Die kleinen Kugeln könnten allerdings auch eine ernsthafte Gefahr werden, da sie in die Atemwege gelangen können. Verschiedene Verhaltensweisen wie das Saugen an einem Strohhalm begünstigen das Eindringen der Fremdstoffe in die Lungen. Durch den Unterdruck im Rachenraum beim Saugen wird der Kehldeckel nach oben gedrückt und der Zugang zur Lunge ist offen. Daher können die kleinen Bubbles, wie die Perlen des Getränks genannt werden, besonders leicht eindringen. Dies wird noch durch den Umstand erleichtert, dass gerade die geringe Größe bis zu 15 Millimetern ein Verschlucken begünstigt. Kinder bis zu vier Jahren verschlucken beispielsweise Erdnüsse besonders häufig, was der Größe der Bubbles entspricht. Weiterhin begünstigt die elastische Konsistenz der Kügelchen das Eindringen, wie das BfR anmerkt.

Bisher deuten nur Zeitungsberichte darauf hin

Unfälle durch das Eindringen der Bubbles in die Luftröhre wurden dem Institut bisher nicht gemeldet. Allerdings besteht für die behandelnden Ärzte auch keine Pflicht der Meldung, wie das Institut mitteilt. Die Dunkelziffer kann daher hoch sein. Erste Hinweise geben allerdings Zeitungen, die immer wieder über die Unfälle mit den kleinen Kugeln berichten. Obwohl diese Fälle bisher nicht bestätigt sind, werden sie vom BfR dennoch ernst genommen. Durch die geringe Größe seien diese Berichte durchaus plausibel, sodass die Richtigkeit der Meldungen nicht vollständig infrage gestellt werden könne. Um Unfälle zu vermeiden, plädiert das Institut nun dafür, dass die Verpackungen des Bubble-Tea eindeutig gekennzeichnet werden müssen, sodass die Gefahr der Unfälle deutlich sichtbar ist. Auf diesem Weg sollen dann ernste Gefahren minimiert werden.

Nahrungsergänzungsmittel können schädlich sein!

Die Anzahl verkaufter Nahrungsergänzungsmittel steigt seit Jahren. Viele Hersteller haben sich auf die Produktion der Vitamine und Mineralstoffe spezialisiert und werben damit, dass die Mittel gesund seien. Doch die Realitäten folgen dieser Werbung nicht. Vielmehr können viele Nahrungsergänzungsmittel sogar gesundheitsschädlich werden und in einigen Fällen können die Mittel auch zum Tod führen.

Studien belegen die Gefährlichkeit

Nahrungsergänzungsmittel sind heute nicht nur in den Apotheken erhältlich. Auch Drogerien und sogar Discounter führen die Mittel in großen Mengen. Hieraus resultiert ein psychologischer Effekt, der die Mittel als ungefährlich einstuft. Viele Personen sind zugleich der Meinung, dass die Mittel vom Körper nicht gespeichert werden können und daher einfach wieder ausgeschieden werden.
In der Vergangenheit wurde diese Meinung durch Studien verstärkt. Neuere Studien kommen allerdings zum Ergebnis, dass keine gesundheitsfördernde Wirkung von den Ergänzungen ausgeht. Vielmehr können die Mittel unter Umständen starke Schäden im Körper anrichten, wie durch die Forschungen belegt werden konnte.

Erklärungsversuche der Forscher

Die Gründe für die negative Wirkung sind dabei nicht offensichtlich, sodass die Forscher derzeit noch unschlüssig sind, weshalb die Gesundheit geschädigt wird. Die Spekulationen gehen allerdings in die Richtung, dass die Beseitigung der freien Radikale im Körper zur Problematik führen könnte. Durch das Fehlen der Radikale komme es, wie die Forscher spekulieren, zu einer Schwächung des Immunsystems, sodass die Anfälligkeit für Krankheiten erhöht wird.
Eine weitere Begründung wird derzeit in den Präparaten selbst gesucht. Hierbei steht im Mittelpunkt, dass die Produkte nicht auf mögliche Nebenwirkungen untersucht werden. Damit stehen sie im Gegensatz zu Medikamenten synthetischer Herkunft. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die synthetischen Mittel durchaus Nebenwirkungen verursachen.
Zugleich ist bereits seit langer Zeit bekannt, dass sich verschiedene Spurenelemente gegenseitig neutralisieren können. Eine besondere Gefahr stellen die Präparate auch für Risikogruppen dar. Wie bekannt wurde, kann die Einnahme von Beta-Carotin bei Rauchern das Risiko für Lungenkrebs deutlich erhöhen. Ähnliche Beispiele sind vielzählig vorhanden.

Was sollten dann getan werden?

Aus den neuen Studien kann direkt abgeleitet werden, dass die Nahrungsergänzungsmittel keinen Nutzen für die Gesundheit haben. Sie können vielmehr sogar schädlich sein und sollten daher nur eingenommen werden, wenn ein Mangel an den jeweiligen Stoffen besteht. Die beste Alternative ist daher noch immer eine gesunde Ernährung, die sich nach den gängigen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) richtet.

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Bubblte Tea – das (un)gesunde Lifestylegetränk

Wie Pilze schießen Bubble Tea Bars seit einiger Zeit in Deutschlands Städten aus dem Boden. Rüber geschwappt ist das zuckerreiche Getränk zu uns aus den USA. Bei dem Wort Tea denkt man sofort an “gesund” aber stimmt das auch?

Die Bubble Tea Bars sind oft genauso bunt wie ihr Sortiment an Getränken, wodurch sie die perfekten Teenagermagneten sind. Bubbles an den Wänden und süße Pandas; kein Wunder also, dass ganze Horden von Mädchen die Bars belagern, um ihr Taschengeld in das klebrige Getränk zu investieren.

Der Bubble Tea – auch bekannt als Perl Milk Tea – kommt ursprünglich aus Taiwan und ist dort schon seit Jahrzehnten an jeder Straßenecke erhältlich. In Australien gibt es schon seit längerem Bubble Tea Bars, was anscheinend viele Urlauber in Australien sehr gefallen hat. Und nun sind sie jetzt also auch in Deutschland zu haben.

Eigentlicher Funfaktor des Kultgetränks sind die Tapiokaperlen. Hierzulande kennt man die bis zu erdnussgroßen Kügelchen als kalorinarme Zutat für Süßspeisen. Damit haben die Bubble Teas nichts gemein. Extradicke Strohhalme befördern die Tapiokaperlen zusammen mit dem Tea in den Mund, wo sie zerplatzen. Da Tapioka von Natur aus eher geschmacksneutral ist, werden die Perlen aromatisiert, mit Fruchtsäften gefüllt oder gefärbt. Fun eben. Auch wenn das Trendgetränk in den meisten Bars mit Milch, Tee oder Fruchtsäften hergestellt wird, ist der Zuckeranteil oft so hoch, dass ein 0,2 Liter Becher schon mal auf bis zu 500 Kalorien kommen kann. Das ist der Kalorienwert einer kompletten Mahlzeit. Schuld ist der verwendete Sirup, der für Süße und teilweise auch Geschmacksrichtung der Bubble Teas sorgt.

Mediziner warnen vor dem Verzehr von Bubble Tea bei Kindern. Zu schnell können die Tapiokaperlen verschluckt werden und in Luftröhre oder Lunge landen. Die Folge kann eine Lungenentzündung oder sogar ein Lungenkollaps sein. Auch die Bezeichnung Tea wird als irreführend bemängelt. Selbst wenn im “Schoko Chai” tatsächlich Tee enthalten ist, so macht der hohe Anteil an Schokosirup aus einem kalorienarmen Getränk schnell eine ungesunde Kalorienbombe.

Ebenfalls auf Unmut bei Medizinern und gesundheitsbewussten Menschen stoßen die im Bubble Tea enthaltenen Sirups und Fruchtsäfte. Darin können sich künstliche Farb- und Aromastoffe verstecken, denn Bubble Tea Sorten wie Mango oder Lychee können schon auf Grund des Preises – ein Bubblte Tea ist je nach Größe und Anzahl an Tapiokaperlen ab 3 Euro erhältlich – häufig gar nicht aus frischen Früchten hergestellt werden und die Herkunft der Säfte ist fraglich. Wer nicht auf den Genuss von Bubble Tea verzichten möchte, nimmt am besten Sorten mit Grün- oder Schwarztee und bittet um die Zugabe von weniger Sirup und natürlichen Bubbles. Dann sind die Tapiokaperlen auch wieder gut für die Figur.