Functional Food: Sind die Lebensmittel wirklich gesund?

Functional Food ist heute ein Begriff, der auf vielen Verpackungen zu lesen ist. Die Hersteller verkaufen mit dieser Bezeichnung auch ein Stück Gesundheit. Die Frage dabei ist, ob Functional Food tatsächlich gesünder ist, als herkömmliche Nahrung.

Zusätze und höhere Preise

Die Hersteller der Nahrungsmittel versprechen immer wieder, dass die Zusatzstoffe die Gesundheit positiv beeinflussen. Die Liste dieser Stoffe ist lang und reicht von Omega-3-Fettsäuren über Vitamine bis hin zu Mineralien und Spurenelementen. Das Functional Food ist dabei meistens auf einem bestimmten Konsumzweck ausgerichtet. Ein häufiger Anwendungsbereich ist der Sport. Hier sollen die verlorenen Mineralstoffe ersetzt werden, sodass dadurch die gesundheitlichen Einschränkungen, die durch den Sport resultieren können, nicht auftreten. Vor allem cholesterinsenkende Lebensmittel sind derzeit hoch im Kurs und kosten bis zu 30 Prozent mehr, als die herkömmlichen Produkte.

Wissenschaft bestätigt gesunde Wirkung nicht

Wie viele Wissenschaftler inzwischen bestätigen, können die speziell aufbereiteten Lebensmittel sogar gesundheitsschädlich sein. Durch die meistens künstlich erzeugten Zusatzstoffe wird in vielen Fällen die Aufnahme von Vitaminen reduziert, wodurch die eigentlich gesunde Wirkung verlorengeht. Die Langzeitfolgen sind bisher noch nicht erforscht.

Ähnliches gilt vor allem für die cholesterinsenkenden Lebensmittel. Sie enthalten in der Regel den Stoff Phytosterin. Bei diesem Zusatz ist anerkannt, dass er eine cholesterinsenkende Wirkung hat, indem er verhindert, dass der Körper Cholesterin aufnimmt. Was allerdings im Körper geschieht, wenn der Stoff direkt aufgenommen wird, ist nicht bekannt. Hier fehlen Langzeitstudien und von einer gesundheitsfördernden Wirkung gehen die Wissenschaftler derzeit nicht aus.

Das Problem der Zusatzstoffe ist insgesamt einfach erklärt. Jeder Stoff, der eine Zulassung für Lebensmittel hat, darf zugesetzt werden. Dies ist unabhängig davon, ob er tatsächlich eine bestimmte Wirkung entfaltet. Im Gegensatz zu Medikamenten muss keine Wirksamkeitsstudie vorhanden sein. Der Hersteller darf zwar nicht mit falschen Angaben werben. Er darf allerdings mit den bestätigten Wirkungen werben. Diese Wirkungen müssen nicht zwangsweise auch in einem Produkt entfaltet werden. Es reicht aus, wenn die Wirkung bei Studien an Mäusen beobachtet wurde.

Was versteckt sich hinter der Ernährungspyramide?

Die Ernährungspyramide in Form eines Dreiecks hat jedermann schon einmal gesehen. Ist die Ernährungspyramide heute aber überhaupt noch aktuell?

Die Geschichte der Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide geht vermutlich auf die Ernährungsempfehlung einer schwedischen Kochbuchautorin in den 70er Jahren zurück. Im Jahr 1992 veröffentlich das amerikanische Department of Agriculture dann die erste Pyramide für Ernährungsempfehlungen in heute bekannter Form. Bis heute wurde die Ernährungspyramide mehrfach überarbeitet und besteht aktuell aus sechs verschiedenen Lebensmittelgruppen.

Funktionsweise der Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide ist wie ein Dreieck aufgebaut: In Richtung der Spitze nimmt die Ernährungsempfehlung ab. Das bedeutet, das Lebensmittel, die in der Ernährungspyramide weiter oben stehen, eher seltener gegessen werden sollten. Die Pyramide setzt sich aufsteigend aus folgenden Lebensmittelgruppen zusammen: Getränke, Getreideprodukte, Gemüse und Obst, Fisch und Milchprodukte, Eier und Fleisch sowie ganz oben Süßigkeiten und tierische Fette.

Ist die Ernährungspyramide noch aktuell?

Nach heutigem Stand gibt es keine eindeutige Empfehlung für die Ernährungspyramide. Im Groben entsprechen die Ernährungsempfehlungen aber der gesunden Lebensweise: Viel trinken, regelmäßig Gemüse und Obst, wenig Süßes.