Stoffwechsel anregen mit der richtigen Ernährung

Es ist nun einmal eine Tatsache, dass ein Mensch einen rasanten Stoffwechsel haben kann, der ihm nur wenige Gramm Fett auf den Rippen gönnt, und der andere Mensch bereits viele Diätversuche hinter sich hat und den Eindruck gewinnt, bereits vom Hungern dick zu werden. Besonders die zweite Gruppe der Menschen hat ein großes Problem damit. Und es werden immer mehr. Hinzu kommt, dass Freunde und Bekannte, vielleicht sogar die Familie, der Meinung sind, man müsse nur weniger essen oder sich mehr bewegen, und schon wäre das Problem gelöst. Ganz so einfach ist es leider nicht, sonst gäbe es nicht so viele Misserfolge bei all den Abnehmversuchen.

Abnehmen versus langsamer Stoffwechsel

Überhaupt sind „Abnehmen“ und ein „langsamer Stoffwechsel“ von der Sache her zwei unterschiedliche Bereiche. Ein langsamer Stoffwechsel und das richtige Verhalten müssen nicht zwangsläufig zu Übergewicht führen. Und das „Abnehmen“ ist persé nicht nur für diejenigen Menschen interessant, die einen langsamen Stoffwechsel besitzen. Vielfach besteht auch die Auffassung, dass ein langsamer Stoffwechsel genetisch veranlagt wäre, und man entschuldigt sich quasi mit der Leibesfülle der Eltern oder Geschwister. Selbst wenn man als Nachkomme den langsamen Stoffwechsel bereits in den Genen vorprogrammiert hätte, gibt es eine Reihe von Maßnahmen in der Ernährung, die den Stoffwechsel beschleunigen.

Ein Liter Wasser am Morgen

Dazu zählt zuallererst das richtige Trinken. Pures Wasser oder grüner Tee und höchstens stark verdünnte Säfte sind hier angesagt, und das literweise pro Tag. Besonders zu Anfang beginnt man gleich am Morgen damit, auf nüchternen Magen ein bis zwei Liter warmes Wasser zu trinken. Das regt die Verdauung an und hilft gut gegen die übliche Verstopfung im Darm. Ein Schuss Pflanzenöl, ungesättigte Fettsäuren wie Hanföl, Schwarzkümmelöl oder ganz einfaches Distelöl vom Discounter, sorgt ausgezeichnet dafür, den Darm den ganzen Tag über zu versorgen, zu schützen und gleitfähig zu halten. Darüber hinaus versehen besonders ungesättigte Fettsäuren eine Vielzahl von Funktionen im Stoffwechsel und kurbeln schon von sich aus die ganze Sache etwas an. Nach dem Trinken des Wassers am Morgen sollte eine einstündige Pause erfolgen, bis man das Frühstück zu sich nimmt. Diese Pause lässt sich sinnvoll mit der Morgengymnastik oder sogar einem Lauf im Park ausfüllen.

Gemüse, Obst und Samen

Für die Mahlzeiten tagsüber gilt, dass möglichst ab 18.00 Uhr abends nichts mehr gegessen wird, auch keine Naschereien beim Fernsehen. Wer sich diszipliniert nach der Organuhr richten möchte, sollte diese Uhrzeit bereits auf 15.00 Uhr nachmittags legen. Danach darf nur noch getrunken werden. In diesem Falle auch verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Zu den Mahlzeiten helfen am besten gesunde Gemüsesmoothies mit etwas Obst. Besonders Meerrettich, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und schwarzen Pfeffer kann man zum Würzen verwenden. Sie regen, neben der puren Frische von Obst und Gemüse, den Stoffwechsel besonders an. Als Zugabe eignen sich ein bis zwei rohe Eier – pro Tag -, gehackte Nüsse und gesunde Samen. Jegliche Getreideprodukte sollte man auf ein Minimum zurückschrauben und lieber einmal einen Apfel mehr essen. Auch gekochte Kartoffeln sind nur in geringen Mengen, und nicht täglich, zu verzehren. Ebenso ist reichlich Fleisch nicht zu empfehlen, allerdings kann auch ein Mensch mit einem langsamen Stoffwechsel des öfteren Fisch und Meeresfrüchte zu sich nehmen. In der Eiweißbranche ist besonders Tyrosin interessant, da es den Stoffwechsel anregt. Auch Milchprodukte, Käse und Wurst sind für einen langsamen Stoffwechsel zum großen Teil tabu.

Entgiften, Entschlacken und Entsäuern

Sinnvoll wäre auch, die bisherige Menge an Lebensmitteln, die zu den Mahlzeiten bisher verzehrt wurde, etwas zu reduzieren. Eine Reduktion auf ein Minimum oder gar eine Fastenzeit sind bei einem langsamen Stoffwechsel weniger oder nur in betreuten Ausnahmefällen zu empfehlen. Hier besteht die Gefahr, dass sich der Stoffwechsel immer weiter verlangsamt dadurch. Für viele Menschen ist – falls der begründete Verdacht besteht – auch eine Entgiftung, Entschlackung oder Entsäuerung des Körpers interessant. Denn all diese Maßnahmen richten sich gegen Ablagerungen im Körper, die zwangsläufig bei einem langsamen Stoffwechsel entstehen, das Immunsystem auf den Plan rufen und als Eigenvergiftung den Stoffwechsel verlangsamen bzw. blockieren. Mit diesen grundlegenden Ernährungsumstellungen und so viel Bewegung wie möglich, die auch Spaß machen soll, wird es recht schnell gelingen, den Stoffwechsel deutlich zu aktivieren und sich in seinem Körper wohler zu fühlen. Allerdings müssen diese Maßnahmen in einen Dauerzustand übergehen und sich nicht für eine vorübergehende Anwendung beschränken.

Bitte denken Sie daran, dass Sie mit einem langsamen Stoffwechsel prinzipiell gegenüber anderen Menschen im Vorteil sind. Zum einen arbeitet Ihr Körper mit unglaublich wenigen Nahrungsmitteln sehr effektiv, Sie bekommen bei der richtigen Ernährung nicht so bald wieder Hunger, und Sie können, wenn der Stoffwechsel nicht blockiert oder den Körper durch die Ablagerungen vergiftet, auch deutlich länger leben als Menschen mit einem kräftigen Stoffwechsel. Freuen Sie sich darüber, aber gehen Sie mit Ihrem Stoffwechsel richtig um. Er kann Sie auch sehr schnell krank machen.

Renaissance der gutbürgerlichen Küche?

Sie erscheint immer häufiger auf den Tellern von Star-Köchen und könnte sich langsam zum neuen Trend für Genießer entwickeln: Die gute Hausmannskost. Das traditionelle Essen wie von Oma wird jetzt wiederentdeckt – und schmeckt!

Was ist eigentlich Hausmannskost?

Hausmannskost ist ein alter Begriff für die traditionelle deutsche Küche. Häufig wird Hausmannskost mit der gutbürgerlichen Küche gleichgesetzt. Im engeren Sinn zeichnete sich Hausmannskost aber durch einfache, preisgünstige Zutaten aus während die gutbürgerlichen Speisen aufwendiger zuzubereiten waren und auch teure Zutaten wie Gewürze enthielten.

Warum kommt Hausmannskost so gut an?

Mal ehrlich – bei Mama und Oma hat es schon immer gut geschmeckt. Traditionelle Hausmannskost ist bodenständig und weckt bei vielen Genießern sofort Erinnerungen an die Kindheit. Dass gutbürgerliche Gerichte grundsätzlich fettig sind und schwer im Magen liegen, stimmt nicht. Zudem lassen sich die Klassiker wie Schweinebraten wunderbar aufpeppen – Tim Mälzer kochte in seiner Show zum Beispiel einen knusprigen Schweinebraten mit mediterranen Gewürzen und Kräutern.

Gutbürgerliche Klassiker

Zu den bekanntesten Gerichten der traditionellen deutschen Küche gehören Rinderrouladen mit Rotkraut und Kartoffeln, Rinderbraten, Schweinebraten, Sauerbraten, Kasseler mit Grünkohl oder Kartoffelpüree, Frikadellen mit Kartoffelsalat, Gulasch, Kohlrouladen, Königsberger Klopse und Geschnetzeltes. Auch für Vegetarier ist etwas dabei – zum Beispiel Käsespätzle, Linsensuppe, Tofu-Würstchen mit Sauerkraut.

Italienische Käseklassiker: Provolone

Provolone ist ein italienischer Schnittkäse aus Kuhmilch. Der auch als Provola bekannte Hartkäse wird in Norditalien hergestellt und ist im Handel auch unter Bezeichnungen wie Gigante und Pancettone erhältlich. Eine Besonderheit des Provolone-Käses stellt seine außergewöhnliche Form dar, die an eine ovale Wurst erinnert. Der Käse wird mithilfe einer Schnur eingebunden und mit einer gelben Paraffinschicht überzogen.

Provolone: Herkunft und Wissenswertes

Auch wenn Provolone heute im Norden Italiens produziert wird, stammt der Käse eigentlich aus dem Süden des Landes. Mitte des 19. Jahrhunderts zogen viele italienische Käsehersteller vom Süden in den Nordteil des Landes und gaben somit auch dem Provolone-Käse eine neue Heimat. Seit 1993 genießt Provolone die geschützte Herkunftsbezeichnung DOP. Der traditionelle Käse wird von rund 30 Betrieben produziert.

Kochen mit Provolone

Provolone wird kalt auf Brot gegessen. Besonders beliebt ist Provola auch als Carpaccio-Vorspeise in Form hauchdünner Käseblätter mit Gewürzen und Öl. Vielseitig ist auch seine Verwendung beim Kochen – Provolone eignet sich beispielsweise zum Überbacken oder zum Grillen. Zum jungen Provolone (dolce) passen italienische Weißweine, zum würzigen Piccante aus Schafs- oder Ziegenmilch ein guter Rotwein.