Hungerhormon Ghrelin

Hungerhormon Ghrelin – Kann durch die Betrachtung von Bildern das Gehirn geschützt werden?

Viele Menschen kennen das Gefühl. Es werden Bilder mit Köstlichkeiten betrachtet und der Hunger verlangt sein Recht. Wie Forscher der Universität München herausfanden, ist es das Hormon Ghrelin, das diesen Effekt verursacht.

Studien belegen die vermehrte Ausschüttung durch Bilder

Ghrelin ist ein Hormon, das in der Magenschleimhaut gebildet wird und den Appetit anregt. Der Appetit selbst ist dabei unabhängig vom Hungergefühl zu sehen. Vielmehr kann es ein Verlangen auf Lebensmittel auslösen, ohne dass der Körper Nährstoffe benötigt. Wie das Max-Planck-Institut nun herausfand, wird die Ausschüttung durch optische Reize begünstigt. In der Versuchsreihe wurden Bilder gezeigt, auf denen verschiedene Speisen zu sehen waren. Da das Hormon direkt in der Blutbahn nachweisbar ist, wurden Blutproben vor und nach der Darbietung der Bilder genommen. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass die Bilder zu einer vermehrten Ausschüttung des Hormons führten. Das Hungergefühl wird von weiteren Hormonen beeinflusst. Darunter auch Leptin und Insulin. Während das Ghrelin vermehrt vorlag, blieben die Werte der weiteren Hormone allerdings unverändert.

Bilder setzen unbewusste Mechanismen in Gang

Eine Erkenntnis mit weitreichenden Folgen. Täglich werden die Menschen durch die Medien mit Bildern konfrontiert, die bestimmte Lebensmittel schmackhaft machen sollen. Durch die Reize wird dann im Gehirn das Signal zur Aussendung des Hormons gegeben und im Resultat entsteht dann der Appetit, der zur Nahrungsaufnahme führt. Willentlich kann dieser Vorgang nicht gesteuert werden, sodass ein Gegenwirken nur schwer möglich ist. Ein möglicher Grund für die hohe Zahl an Übergewichtigen der Gesellschaft, so die Annahme der Forscher.

Können Bilder damit auch das Gehirn schützen?

Ghrelin wirkt allerdings auch als Wachstumshormon. Eine erstaunliche Entdeckung machten hierbei die Forscher der University School of Medicine in Seoul. Das Hormon, wie die Forscher nachweisen konnten, beeinflusst nicht nur unsere Appetit. Es kann vielmehr die Gehirnzellen schützen und ein Absterben verhindern. Und auch der Aufbau neuer Gehirnzellen ist möglich. Beide Aspekte könnten in medizinischer Hinsicht zukünftig eine Rolle spielen. Ob eine vermehrte Ausschüttung durch Bilder bereits einen Effekt hat, sei dahingestellt. Es konnte aber durchaus festgestellt werden, dass die Ausschüttung bei Stress das Gehirn nachhaltig schützt. Die Vermutung liegt also nahe, dass Werbung für fettige Lebensmittel doch eine positive Seite hat.

Brauchen wir eine warme Mahlzeit oder nicht?

Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit in der traditionellen deutschen Küche. Viele Genießer schwören auch heute noch auf ihr warmes Mittagessen – wiederum andere essen lieber abends oder verzichten sogar ganz auf eine warme Mahlzeit. Was ist empfehlenswert?

Kalt oder warm – egal

Um sich gesund zu ernähren, muss man nicht zwingend eine warme Mahlzeit zum Mittag essen. Wichtig ist, was auf den Tisch kommt und ein Vollkornbrot mit Käse oder Wurst täte es zum Mittag sicher auch. Allerdings ist die Speisenauswahl ziemlich beschränkt, wenn man aufs Kochen verzichten würde: Von Fleisch über Gemüse bis zu Kartoffeln muss schließlich fast alles gebraten oder gekocht werden, um überhaupt genießbar zu sein. Lässt man mal außer Acht, wird auch in der exotischen Küche auch nahezu alles ausreichend durch erhitzt. Fazit: Außer Rohkost und kalter Platte bleibt nicht viel Auswahl, wenn man auf warme Mahlzeiten verzichten möchte.

In der Mittelmeerküche verschiebt sich die warme Mahlzeit übrigens auf den Abend. Hier isst man zum Mittag meist nur einen kleinen Snack und abends die Hauptmahlzeit. So wird dann meistens mit dem Partner in der Küche gekocht, sodass dann auch das eine oder andere Küchengerät zum Einsatz kommt. Dicker macht diese Ernährungsweise aber nicht automatisch: Die gesamte Energiebilanz des Tages ist entscheidend für einen Diät-Erfolg.

Nordische Küche im Trend

Die skandinavische Küche zählt zu den großen Genießer-Trends des Jahres 2012. Das beweisen unter anderem die zahlreichen Spitzenköche aus dem hohen Norden in namhaften Restaurants. Ein Blick in skandinavische Kochbücher lohnt sich in jedem Fall – schließlich können die im hohen Norden noch viel, viel mehr als Köttbullar.

Besonderheiten der skandinavischen Küche

Was die Küche der skandinavischen Länder so sympathisch macht, ist vor allem ihre Ausrichtung auf regionale Zutaten. Auf den Tisch kommen in Dänemark, Finnland oder Schweden so zum Beispiel Fische aus der benachbarten Ostsee. Auch saisonale Produkte wie Gemüse spielen eine große Rolle. Die nordische Küche ist ansonsten eher rustikal und gediegen, wird für Gourmets aber aufwenidg aufgepeppt.

Nordische Spezialitäten

Typisch Norwegen: Der Winter-Kabeljau, auch als Skrei bekannt. Zu den Spezialitäten aus Oslo und Drumherum zählen zudem Lutefisk, ein getrockneter Fisch und Stockfisch. Im Nachbarland Schweden kommen beispielsweise die berühmten Köttbullar-Fleischbällchen, Elch-Fleisch und Preiselbeer-Gerichte auf den Tisch. In Finnland genießt man ebenfalls gern Rentierfleisch und Piroggen. Überall in Skandinavien wird zudem der auch bei uns bekannte Graved Lachs serviert. Zur nordischen Küche gehören auch dänische Gerichte wie Labskaus, Hering, Krabben und Dorsch, die auch in der norddeutschen Küche verbreitet sind. Auch die Küche Islands setzt auf regionale Köstlichkeiten wie Wildlachs, Forellen und Wildgeflügel.