Der Klassiker für die Schule: Das Pausenbrot

Zugegeben: Viele Kinder fühlen sich eher von Süßigkeiten angesprochen als vom klassischen Pausenbrot. In Sachen gesunder Ernährung geht der Punkt aber eindeutig ans Pausenbrot. Dabei hilft das Pausenbrot sogar beim Lernen.

Pausenbrot vs. Blutzuckerspiegel

Der Start in den Tag sollte für die Kleinen und Großen optimal mit einem Frühstück beginnen. Zusammen mit dem Frühstück sollte das Pausenbrot etwa ein Drittel des Energie- und Kalorienbedarfs von Kindern decken. Klassische Pausenbrote sind gesund und überbrücken den Appetit bis zum Mittag – und sorgen nach dem Verzehr für einen hohen Blutzuckerspiegel, der wiederum die Leistungsfähigkeit des Gehirns anregt. Nun könnten pfiffige Kids das Argument anführen, dass Süßigkeiten den Blutzuckerspiegel ja ebenso ansteigen lassen wie die unbeliebte Schnitte, liegen damit aber nicht ganz richtig. Nach dem Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Weißbrot fällt der Blutzuckerspiegel ebenso schnell wie er gestiegen ist. Und schon hat man wieder Hunger oder gar Konzentrationsschwierigkeiten.

Für Pausenbrote eignen sich Vollkornbrote am besten. Sie machen lange satt, lassen den Blutzuckerspiegel aufgrund ihres niedrigeren glykämischen Indexes langsam steigen und halten ihn dafür länger konstant. Verantwortlich für den konstanten Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Vollkornbroten sind die darin enthaltenen Ballaststoffe.

Fazit: Pausenbrote sind der gesunde und preisgünstige (!) Klassiker für die Schule und Internate. Dass Kinder Vollkornbrot nicht so gern mögen, ist in vielen Fällen nur eine Frage der Gewohnheit – umso wichtiger ist eine durchdachte Ernährungsweise von Anfang an.

Bubble-Tea: Gesundheitsgefahr für Kinder unter 4

Bubble-Tea ist ein Modegetränk. Zunehmend wird der Tee mit den kleinen Kügelchen in den verschiedensten Lokalen angeboten. Nicht nur Jugendliche trinken dieses Getränk, sondern auch Kinder unter vier Jahren. Gerade für sie besteht allerdings eine ernste Gefahr beim Genuss des Bubble-Tea, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun meldet.

Bubbles können in die Atemwege gelangen

Dass die Gesundheit durch den Genuss von Bubble-Tea nicht gefördert wird, ist seit einiger Zeit bekannt. Vor allem der Kaloriengehalt von durchschnittlich mehr als 500 Kilokalorien pro Getränk kann zu starkem Übergewicht führen und damit bei Kindern das Diabetes-Risiko deutlich erhöhen. Die kleinen Kugeln könnten allerdings auch eine ernsthafte Gefahr werden, da sie in die Atemwege gelangen können. Verschiedene Verhaltensweisen wie das Saugen an einem Strohhalm begünstigen das Eindringen der Fremdstoffe in die Lungen. Durch den Unterdruck im Rachenraum beim Saugen wird der Kehldeckel nach oben gedrückt und der Zugang zur Lunge ist offen. Daher können die kleinen Bubbles, wie die Perlen des Getränks genannt werden, besonders leicht eindringen. Dies wird noch durch den Umstand erleichtert, dass gerade die geringe Größe bis zu 15 Millimetern ein Verschlucken begünstigt. Kinder bis zu vier Jahren verschlucken beispielsweise Erdnüsse besonders häufig, was der Größe der Bubbles entspricht. Weiterhin begünstigt die elastische Konsistenz der Kügelchen das Eindringen, wie das BfR anmerkt.

Bisher deuten nur Zeitungsberichte darauf hin

Unfälle durch das Eindringen der Bubbles in die Luftröhre wurden dem Institut bisher nicht gemeldet. Allerdings besteht für die behandelnden Ärzte auch keine Pflicht der Meldung, wie das Institut mitteilt. Die Dunkelziffer kann daher hoch sein. Erste Hinweise geben allerdings Zeitungen, die immer wieder über die Unfälle mit den kleinen Kugeln berichten. Obwohl diese Fälle bisher nicht bestätigt sind, werden sie vom BfR dennoch ernst genommen. Durch die geringe Größe seien diese Berichte durchaus plausibel, sodass die Richtigkeit der Meldungen nicht vollständig infrage gestellt werden könne. Um Unfälle zu vermeiden, plädiert das Institut nun dafür, dass die Verpackungen des Bubble-Tea eindeutig gekennzeichnet werden müssen, sodass die Gefahr der Unfälle deutlich sichtbar ist. Auf diesem Weg sollen dann ernste Gefahren minimiert werden.