Die kleine Wundernuss: Wallnuss

Nicht nur an dem Spruch, dass ein Apfel am Tag den Arzt fernhält, sondern auch an der Weisheit, dass die Nuss ein kleines Wunderwerk an wertvollen Inhaltsstoffen ist, ist etwas Wahres dran. Besonders die Walnuss ist eine kleine Mineralstoffbombe, die nächsten Früchte reifen schon in den grünen Schalen am Baum.
Nach einer neuen Studie, die gerade eben erst veröffentlicht wurde, liefert eine Handvoll Walnüsse – natürlich nur die Kerne – doppelt so viele Antioxidantien, wie die anderen Nüsse. Eine weitere Besonderheit an den Nüssen ist es, dass sie gleich schon fertig und hygienisch verpackt vom Baum fallen. Zwar bekommt man leicht braun verfärbte Finger von den frischen Nussschalen, doch das ist im Gegensatz zu anderen Übeln ein kleiner Nachteil. Außerdem sind die Nüsse dann noch unreif und müssen sowieso an einem kühlen und trockenen Ort vor sich hinreifen. Wenn die Schale richtig trocken ist, schmecken die Nüsse am besten. Spitzenköche verwenden ganz frische Walnüsse für ihre Rezepte und ganz eingelegte, also mit der grünen Schale drumherum, sind in einigen Regionen eine Delikatesse.
Die Walnuss hat den Ruf, die richtige Gehirnnahrung zu sein. Das mag an ihrer Form liegen, wenn man sie aus der harten Schale ausgeknackt hat. Die beiden Hälften ähneln dem menschlichen Gehirn und daraus haben schon unsere Vorfahren geschlossen, dass sie auch die richtige Gehirnnahrung seien. Der regelmäßige Verzehr von Walnüssen kann das Risiko für Herzkrankheiten, einigen Krebsarten, Gallensteinen, Typ-2-Diabetes und noch einigen Gesundheitsproblemen mehr senken. Die Antioxidantien in der Walnuss wirken bedeutend stärker als Vitamin E, das für diese Wirkung bekannt ist. Ob das daran liegt, dass die Walnuss nicht geröstet wird und deshalb nicht durch Hitze beeinträchtigt wird, könnte man vermuten.

Man sollte mehr Nüsse essen

Wenn die Menschen mehr informiert wären, was die einzelnen natürlichen Lebensmittel an Inhaltsstoffen aufweisen, würden sie deren Vorteile sicher eher nutzen. Aber meistens wird im Zusammenhang von Nüssen nur der Fettgehalt diskutiert, deshalb haben Nüsse einen eher schlechten Ruf. Aber auch das hat einen Vorteil, denn gleichzeitig machen sie auch satt. Außerdem reichen schon höchstens 7 Walnüsse am Tag, um die wertvollen Inhaltsstoffe auszunutzen.

Taurin – Positives von einem umstrittenen Stoff

Taurin ist seit der Einführung verschiedener Energy-Drinks bekannt. Weit weniger bekannt ist allerdings, dass der Stoff auch im menschlichen Körper vorkommt und dort eine natürliche und wichtige Funktion einnimmt.

Taurin ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers

Dem Taurin wird zugeschrieben, dass es in den Energy-Drinks die Wirkung des Koffeins erhöhen soll. Diese Wirkung konnte bis heute nicht bestätigt werden. Doch nicht nur diese Getränke enthalten den Stoff. Auch Fleisch, Fisch und Milchprodukte enthalten das Taurin in geringen Mengen. Der Mensch ist sogar in der Lage, das Taurin selbst zu bilden. Einzig Säuglinge bilden hierbei die Ausnahme. Da das Taurin allerdings wichtig für verschiedene Funktionen des Körpers ist, muss es künstlich zugesetzt werden. Dies geschieht in der Regel durch die Muttermilch, sodass auch bei einem Säugling keine Mangelerscheinungen auftreten. Im Körper selbst entsteht es durch den Abbau der kleinsten Bestandteile der Proteine zu Cystein und wird dann in vielfältiger Weise verwendet.

Welche Aufgaben hat das Taurin?

Bei einem Mangel des Stoffs entsteht zunächst eine Störung des Immunsystems, sodass der Mensch anfälliger für Infektionen wird. Zugleich ist es auch an der Bildung von Gallensäure beteiligt, sodass auch die Verdauung darauf angewiesen ist.
Neben diesen Bereichen nimmt die Wissenschaft derzeit auch an, dass das Taurin wichtig für die Entwicklung des Nervensystems sowie des Aufbaus von Muskeln ist. Zudem wird diskutiert, dass es auch als Überträgersubstanz im Gehirn benötigt wird. Zugleich zeigen erste Studien, dass Taurin auch gegen eine Minderleistung der Nieren sowie gegen Lungenentzündung helfen kann.
Während die Wirkungen des Taurins bei der Behandlung der Erkrankungen bereits nachgewiesen wurden, stehen Untersuchungen zur Wirkung und zur Rolle beim Aufbau der Nerven und der Muskeln noch aus.
Aufgrund dieser wissenschaftlichen Annahmen ist Taurin keineswegs schädlich, sondern es wird vielmehr für viele Körperfunktionen benötigt. Allerdings gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Eine hohe Zufuhr sollte vermieden werden, denn dann kann der Stoff durchaus auch schädlich werden.

Rolle von Vitamin D in der Ernährung

Vor kurzem erst hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. eine Stellungnahme zur Rolle des Vitamin D in der Versorgung der Bevölkerung herausgegeben. Bekannt ist ja, dass der Mensch einmal Vitamin D über die Haut, bei ausreichender Sonneneinstrahlung, und über die Ernährung aufnehmen kann. Als längst nachgewiesen gilt auch, dass für den Knochenaufbau mit Calcium das Vitamin D unerlässlich ist. Ebenso hat die Medizin schon lange erkannt, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu Osteomalazie – ebenfalls eine Knochenerweichung mit schleichenden Brüchen – führen kann. Noch nicht umfassend durch Studien bewiesen wurde der Einfluss von Vitamin D bei Krebserkrankungen, auf Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, auf Atemwegserkrankungen, Demenz und Parkinson, allgemeine Leistungsschwäche des Gehirns und des Körpers sowie eine Reihe von Autoimmunkrankheiten. Ein Vitamin-D-Mangel kann auch ursächlich für die Entwicklung neurologischer Störungen, von Muskelschwäche und orthostatischer Dysregulation sein.

Großer Teil der Bevölkerung ist unterversorgt

Die DGE stellt in ihrer Stellungnahme unter http://www.dge.de/pdf/ws/DGE-Stellungnahme-VitD-111220.pdf heraus, dass die Sonneneinstrahlung in Deutschland – im Durchschnitt – nicht ausreichend ist, um nach einem kurzen Aufenthalt im Freien wieder ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts, auf die sich die Stellungnahme beruft, zeigt, dass fast zwanzig Prozent der erwachsenen Bevölkerung und fast sechzig Prozent der Kinder mit Vitamin D im Durchschnitt unterversorgt sind. Das Max-Rubner-Institut untersuchte 2008 den Anteil von Vitamin D über die Ernährung. Dabei konnte festgestellt werden, dass die größte Menge an Vitamin D über den Verzehr von Fisch gedecht wird (ca. 33 %). Weitere Fischerzeugnisse lieferten ca. 15 % der Menge. Und 10 Prozent der Vitamin-D-Zufuhr kommen aus Eiern, Fetten, Milch und Käse.

Prävention besonders für ältere Menschen sinnvoll

Innerhalb des Skelettapparates ist ein Vitamin-D-Mangel durch Mineralisationsstörungen gekennzeichnet. Ärzte bezeichnen das als eine Myopathie. Auch Muskelschmerzen und Gangstörungen kann ein Mangel an Vitamin D zugrunde liegen. Wird beispielsweise in diesen Fällen die Vitamin-D-Versorgung erhöht, ist der Mangel binnen weniger Wochen ausgeglichen. Die Stellungnahme kommt auch zu der Ansicht, dass eine Sturzprävention, insbesondere bei älteren Menschen, mit Vitamin D das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden, erheblich reduziert. Ebenso schätzt die DGE ein, dass durch eine Supplementierung von Vitamin D eine bessere Funktionsfähigkeit des Knochen-Muskel-Systems, vor allem bei älteren Menschen, erreicht werden kann. Die DGE muss in ihrer Stellungnahme auch anerkennen, dass die Möglichkeit einer Reduzierung von Dickdarmkrebs durch eine höhere Dosis Vitamin D erreicht werden kann. Für weitere Krebsarten sowie Diabetes mellitus konnte die DGE keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Supplementierung von Vitamin D und besseren Heilungschancen feststellen. Für Bluthochdruck allerdings hält es die Stellungnahme für möglich, dass dieser durch eine Supplementierung von Vitamin D gesenkt werden kann. Auch bei anderen Herz-Kreislaufkrankheiten besteht die Möglichkeit, dass diese durch Vitamin D eine Besserung erfahren. Die Sterberate kann – zu diesem Ergebnis kam die Stellungnahme ebenfalls – durch Vitamin D gesenkt werden.

Letzten Endes empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., besonders älteren Menschen, täglich eine Dosis von 800 I.E. Vitamin D einzunehmen. Für jüngere Erwachsene oder Kinder kann die DGE keine Empfehlung aussprechen, da es hier kein bzw. zu wenig wissenschaftliches Studienmaterial gibt, um eine Dosis festzulegen

Gichtanfälle durch den Genuss von Spargel

Gichtanfälle durch den Genuss von Spargel – Fakten zu einem unterschätzten Problem

Spargel ist gesund. Dennoch kann das Königsgemüse auch negative Auswirkungen haben. Im Blickfeld steht hierbei nicht der unangenehme Geruch beim Toilettengang. Vielmehr kann der Verzehr Gichtanfälle auslösen.

Warum der Spargel Gichtanfälle auslöst

Der Grund für die Gichtanfälle, die durch einen häufigen Konsum ausgelöst werden, ist eine Erhöhung der Harnsäurewerte im Blut. Schuld an der Erhöhung ist das in den Stangen enthaltene Purin. Dieses wird im Körper in Harnsäure umgewandelt.
Der normale und ungefährliche Harnsäurewert im Körper bewegt sich zwischen vier und fünf Milligramm. Bis zu dieser Menge ist der Körper in der Lage, die Harnsäure auf natürlichem Weg über die Nieren auszuscheiden. Probleme treten nur auf, wenn die Werte über 6,5 Milligramm steigen. Ab diesem Zeitpunkt wird die Säure nicht mehr vollständig aus dem Körper ausgeschieden, sondern bilden im Körper Kristalle aus Harnsäure, die dann in den Zehen- und Fingergelenken abgelagert werden. Die Folge hiervon sind Schmerzen sowie eine Schwellung des Gelenkes. Symptome, die typisch für Gichtanfälle sind.
Durch den Konsum von Spargel steigen die Werte oft auf über zehn Milligramm. Wird häufig Spargel gegessen, bilden sich deshalb vermehrt Kristalle und der Anfall wird ausgelöst. Zwar verfügt Spargel über weit weniger Purin als beispielsweise Innereien, Käse oder Wein. Doch durch die Beschaffenheit des Spargels wird eine große Menge innerhalb kurzer Zeit konsumiert.

Risikogruppen allgemeine Regeln zum Verzehr

Von den Anfällen sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass Männer durch natürliche Gegebenheiten einen höheren Harnsäurewert aufweisen. Daher sollten Männer weniger Spargel genießen als Frauen. Der Harnsäurewert kann zudem auch durch Nierenerkrankungen erhöht werden, da in diesem Fall weniger Harnsäure ausgeschieden wird.

Praktisch können daher Männer wie auch Nierenkranke das Risiko für einen Gichtanfall verringern, wenn sie nur selten Spargel essen oder die konsumierte Menge begrenzen. Gleiches gilt auch für Personen, die unter Blasen- oder Nierensteinen leiden. Sie sollten vollständig auf den Genuss verzichten.

Resveratrol und seine Wirkungen

Seit einer Reihe von Jahren wird viel über Resveratrol geschrieben und gesprochen. Es soll Jugend schenken, heilend und pflegend auf den Organismus wirken. Gefunden wurde es im Rahmen von antikarzinogenen und Langlebigkeits-Untersuchungen in der Forschung. Eine Möglichkeit, relative Langlebigkeit zu erlangen, besteht im Prinzip FDH („friss die Hälfte“). Nur dann, wenn der Glukosespiegel im Organismus niedrig ist, starten spezielle Zellprogramme, die vor Alterungsprozessen schützen. Mit Resveratrol glaubt man, ein Mittel gefunden zu haben, dass diesen Schutz des Organismus auch bei normaler Ernährung auslöst.

Wo findet man Resveratrol?

Resveratrol ist ein Polyphenol, das zu den sekundären Pflanzenstoffen gehört. Sein Vorkommen ist vor allem im Japanischen Staudenknöterich sowie in der Weinbeere nachgewiesen. Aber auch Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüsse enthalten diesen kristallinen Stoff. Resveratrol schützt die Pflanzen vor Parasiten und Pilzinfektionen. Nicht nur die Beeren des Rebstocks beispielsweise enthalten in der Schale das wertvolle Resveratrol. Auch die Blätter bilden diesen Schutzstoff gegen Mehltau und andere Pilzarten.

Wirksam gegen Krankheiten

In wissenschaftlichen Studien finden sich Hinweise, dass Resveratrol gegen Krebszellen eingesetzt werden könnte. Weitere Studien sprechen von positiven Effekten der weißen, kristallinen Substanz auf Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Alzheimer, Arthritis und verschiedene Autoimmunkrankheiten. Resveratrol förderte auch die kalorienarme Ernährung im Mäuseversuch. Es könnte den Körper von Krebspatienten während der Chemotherapie besser schützen und die Wirksamkeit der Chemotherapeutika erhöhen. Es wurden positive Wirkungen beim Einsatz von Glaukom-Patienten erzielt

Möglichkeit der Lebensverlängerung

Aber am bekanntesten, vor allem im Anti-Aging-Sektor, ist seine nachgewiesene, lebensverlängernde Wirkung – getestet bei verschiedenen Tierarten im Laborversuch. Da Resveratrol die bereits länger bekannte Kalorienrestriktion als geeignete Maßnahme für eine deutliche Lebensverlängerung chemisch nachbildet, ist die Wirkung sehr vielfältig und sicher von vielen Menschen gewünscht. Schon der Einsatz gegen altersbedingte Erscheinungen vermittelt Hoffnung. Allerdings erreicht man diese Effekte nicht mit dem Glas Rotwein zum Essen. Dafür ist die darin enthaltene Menge einfach viel zu gering.