Gemüse Ackerdemie

„Na, aus dem Supermarkt!“ So oder so ähnlich könnte die Antwort lauten, wenn man ein Kind danach fragt, wo eigentlich unser Gemüse herkommt. Natürlich stimmt das nicht wirklich. Uns Großen ist das klar. Aber wie sollen das denn die kleinen Stadtbewohner wissen? Diese Frage stellte sich auch die Lehrerin Ulrike Päffgen aus Bedburg im Rheinland und nahm ihre Schüler kurzerhand mit auf den elterlichen Hof. Und obwohl es ein sehr lehrreicher Tag war, wurde schnell klar, dass ein Tag einfach nicht reicht, um ein so vielseitiges Thema zu verstehen. Das erkannte auch Christoph Schmitz, selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, während seines Studiums der Agrarwissenschaft und Volkswirtschaft. Deshalb entwickelte er 2012 das Konzept des Bildungsprogramms GemüseAckerdemie. Im Sommer 2013 setzte er mit Frau Päffgen die Idee eines eignen Gemüsegartens erfolgreich mit ihrer Klasse um. Die Kinder waren nicht nur mit Begeisterung bei der Sache („Ich hätte nie gedacht, dass unser Gemüse so groß wird, wie das, was man im Supermarkt kauft“), der Erfolg überzeugte alle Beteiligten und die GemüseAckerdemie wurde gegründet. 2014 waren es schon sieben Klassen an sechs verschiedenen Schulen in Nordrhein-Westfalen und Berlin-Brandenburg, die ihr eigenes Gemüse anbauten.

Und jetzt geht es darum, nicht nur möglichst vielen Kindern zu zeigen, wo unser Gemüse wirklich herkommt, sondern sie mit einem eignen Gemüsegarten praktisch anzuleiten, selbst produktiv zu sein. Aber es geht nicht nur um Saat, Pflege und Ernte, sondern auch um die Vermarktung und den Verkauf. Es geht also nicht nur um das Woher?, es geht auch um das Wohin?. Das mehrfach ausgezeichnete Konzept der GemüseAckerdemie beleuchtet den ganzen Weg vom Samen über die Pflanze und das Gemüse bis hin zum Endverbraucher. Kinder lernen also viel mehr als die richtige Antwort auf die Frage: „Wo kommt eigentlich unser Gemüse her?“

Weitere Informationen finden sich auf der Seite der GemüseAckerdemie ( Ernährungsweise,Tipps & Tricks ,,