Mineralstoffe

Bubblte Tea – das (un)gesunde Lifestylegetränk

Wie Pilze schießen Bubble Tea Bars seit einiger Zeit in Deutschlands Städten aus dem Boden. Rüber geschwappt ist das zuckerreiche Getränk zu uns aus den USA. Bei dem Wort Tea denkt man sofort an “gesund” aber stimmt das auch?

Die Bubble Tea Bars sind oft genauso bunt wie ihr Sortiment an Getränken, wodurch sie die perfekten Teenagermagneten sind. Bubbles an den Wänden und süße Pandas; kein Wunder also, dass ganze Horden von Mädchen die Bars belagern, um ihr Taschengeld in das klebrige Getränk zu investieren.

Der Bubble Tea – auch bekannt als Perl Milk Tea – kommt ursprünglich aus Taiwan und ist dort schon seit Jahrzehnten an jeder Straßenecke erhältlich. In Australien gibt es schon seit längerem Bubble Tea Bars, was anscheinend viele Urlauber in Australien sehr gefallen hat. Und nun sind sie jetzt also auch in Deutschland zu haben.

Eigentlicher Funfaktor des Kultgetränks sind die Tapiokaperlen. Hierzulande kennt man die bis zu erdnussgroßen Kügelchen als kalorinarme Zutat für Süßspeisen. Damit haben die Bubble Teas nichts gemein. Extradicke Strohhalme befördern die Tapiokaperlen zusammen mit dem Tea in den Mund, wo sie zerplatzen. Da Tapioka von Natur aus eher geschmacksneutral ist, werden die Perlen aromatisiert, mit Fruchtsäften gefüllt oder gefärbt. Fun eben. Auch wenn das Trendgetränk in den meisten Bars mit Milch, Tee oder Fruchtsäften hergestellt wird, ist der Zuckeranteil oft so hoch, dass ein 0,2 Liter Becher schon mal auf bis zu 500 Kalorien kommen kann. Das ist der Kalorienwert einer kompletten Mahlzeit. Schuld ist der verwendete Sirup, der für Süße und teilweise auch Geschmacksrichtung der Bubble Teas sorgt.

Mediziner warnen vor dem Verzehr von Bubble Tea bei Kindern. Zu schnell können die Tapiokaperlen verschluckt werden und in Luftröhre oder Lunge landen. Die Folge kann eine Lungenentzündung oder sogar ein Lungenkollaps sein. Auch die Bezeichnung Tea wird als irreführend bemängelt. Selbst wenn im “Schoko Chai” tatsächlich Tee enthalten ist, so macht der hohe Anteil an Schokosirup aus einem kalorienarmen Getränk schnell eine ungesunde Kalorienbombe.

Ebenfalls auf Unmut bei Medizinern und gesundheitsbewussten Menschen stoßen die im Bubble Tea enthaltenen Sirups und Fruchtsäfte. Darin können sich künstliche Farb- und Aromastoffe verstecken, denn Bubble Tea Sorten wie Mango oder Lychee können schon auf Grund des Preises – ein Bubblte Tea ist je nach Größe und Anzahl an Tapiokaperlen ab 3 Euro erhältlich – häufig gar nicht aus frischen Früchten hergestellt werden und die Herkunft der Säfte ist fraglich. Wer nicht auf den Genuss von Bubble Tea verzichten möchte, nimmt am besten Sorten mit Grün- oder Schwarztee und bittet um die Zugabe von weniger Sirup und natürlichen Bubbles. Dann sind die Tapiokaperlen auch wieder gut für die Figur.

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