Skandale

Kinder verändern die Essgewohnheiten von Frauen

Veränderungen in der Lebenssituation bringen meistens auch Veränderungen in den Lebensgewohnheiten. Genau zu diesem Thema untersuchte die Wageningen Universität in den Niederlanden sowie die University of Queensland in Australien nun Frauen zwischen 20 und 30 Jahren. Im Fokus der Wissenschaftler standen dabei die Ernährungsgewohnheiten der Frauen. Die Langzeitstudie brachte dabei erstaunliche Ergebnisse hervor.

Es wird mehr Energie zugeführt

Kinder veränderten die Welt und scheinbar auch die Ernährungsgewohnheiten der Frauen. Bekannt ist, dass Frauen während der Schwangerschaft häufig leicht zunehmen, was durch eine zu hohe Zufuhr an Energie bedingt ist. Normalerweise ist die zusätzlich benötigte Menge nur geringfügig höher, als vor oder nach der Schwangerschaft. Das „Essen für zwei“ ist dann der Grund für eine rapide Zunahme des Körpergewichts. Doch nicht nur das Essverhalten während der Schwangerschaft wird von den Kindern beeinflusst. Auch nach der Schwangerschaft scheinen die Frauen weit mehr Energie einzunehmen, als sie eigentlich benötigen. Zum Erhebungszeitpunkt konsumierten die Frauen mit Kindern im Haushalt mehr Energie, als Frauen, die keine Kinder im Haushalt hatten. Vor allem Frauen, die während der Studie eine Familie neu gründeten, erhöhten die zugeführte Energie dabei überproportional, wie in der Studie der Universitäten eindeutig nachzulesen ist. Die genauen Gründe für diese Umstellung wurden in der Studie allerdings nicht ergründet, sodass diese noch nicht bekannt sind.

Zahlen zur Studie und Vermutungen

Dass die Studie eine Aussagekraft hat, zeigen bereits die Zahlen. Mehr als 6.500 Frauen wurden während des Erhebungszeitpunkts beobachtet. Dabei wurden die Frauen nicht einmalig nach ihren Gewohnheiten befragt. Vielmehr fand die Studie in einem Zeitraum von sechs Jahren statt, sodass es sich um eine direkte Beobachtung handelt. Die Richtigkeit der Daten kann daher durchaus angenommen werden. Allerdings fanden je Frau nur zwei Befragungen statt. Dennoch sind die Befragungen aussagekräftig, wie in der Studie angemerkt wird. Es kann durchaus vermutet werden, dass während der Schwangerschaft eine Ernährungsumstellung vorgenommen wurde, die dann später auch beibehalten wurde. Eine Bestätigung dieser Annahme gibt es allerdings nicht.