Wissenswertes über den Darmkeim EHEC

EHEC ist die Abkürzung für den Darmkeim Enterohämorrhagische Escherichia coli. Das Stäbchenbakterium ist seit Ende der 70er Jahre bekannt. Seit 1998 gibt es in Deutschland eine Meldepflicht für EHEC-Erkrankungen. Die bakterielle Darminfektion ist durch Durchfallerkrankungen gekennzeichnet. Die gefährlichen EHEC Darmbakterien stammen meist von Nutztieren wie Kühen und setzen sich im Darm fest, wo sie die Blutzellen und Nerven schädigen. Die Folge sind blutige, schwere Durchfälle. Der Erreger wird von den Tieren mit dem Kot ausgeschieden und wird daher in Boden, Wasser oder auch in der Lebensmittelgewinnung vermutet.

Was sollte man bei der Auswahl von Lebensmitteln und beim Kochen beachten?

Eine zuverlässige Hygiene bietet den besten Schutz vor den gefährlichen Darmbakterien. Experten empfehlen, rohe tierische Lebensmittel wie Milch vor dem Verzehr durch zu kochen . Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, dass die Lebensmittel auch im Inneren vollständig bei etwa 70 Grad durch gegart werden. Rohes Fleisch sollte im Kühlschrank grundsätzlich separat gelagert werden und nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln kommen.

Wichtig ist auch die umfassende Hygiene beim und nach dem Kochen. Alle Bretter oder Bestecke sollten sehr gründlich gereinigt werden. Auch die Arbeitsplatten in der Küche gehören dazu. Experten empfehlen, auch das Gemüse und Obst sehr gründlich vor dem Verzehr zu reinigen. Optimal sind Küchenreinigungstücher, die nur einmalig benutzt werden.

Über den Autor

Kathrin Roth

Kathrin ist freie Journalistin und ausgebildete Diätassistentin. Als Ernährungsexpertin kennt sie sich mit allen Themen rund um Lebensmitteln und Ernährung aus. In ihrer Freizeit liebt gesunde Ernährung, Sport und Aktivurlaub.


  1. Wieder gibt es eine gefährliche Krankheit, wo Menschen in Deutschland sterben. Bundesweit waren mehr als 140 Fälle dieser schweren Verlaufsform der Krankheit bestätigt. Insgesamt zählen die Behörden mittlerweile etwa 500 EHEC-Infektionen und Verdachtsfälle. Das liegt sicher an unserem Massenanbau von Lebensmitteln. Als jeder seinen Kleingarten hatte, passierte so etwas nicht.

  2. Lebensmittel Panik?

    Aktuell werden ja spanische Gurken verdächtigt. WO aber der Virus noch vorkommen kann ist nicht klar wird sich aber bestimmt bald herrrausstellen. Wie ernstzunehmend der Virus direkt ist läst sich für mich erstmal auch nicht sagen. Mittlerweile stürzen sich ja die ganzen Medien auf dieses Thema.

    Liebe Grüße Tina

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