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Können Lektine beim Abnemen hinderlich sein?

 

Bisher galt Gemüse stets als gesundes Lebensmittel, dass unserem Körper beim Abnehmen helfen soll. Neueste Erkenntnisse behaupten nun jedoch das Gegenteil: die Inhaltsstoffe einiger Gemüsesorten können sogar richtig ungesund sein. Es handelt es sich dabei um die sogenannten Lektine. Diese finden sich in vielen beliebten Getreide- und Gemüsesorten und machen diese weniger bekömmlich.

Übersicht lektinreicher Lebensmittel:

  • Gurken
  • Sprossen
  • Zuckerschoten
  • Chilischoten
  • Erdnüsse
  • Kürbis
  • Melonen
  • Tomaten
  • Auberginen
  • Linsen
  • Erbsen
  • Paprika
  • Cashews
  • Gojibeeren

Was sind Lektine?

Bei Lektinen handelt es sich um Schutzstoffe, welche die jeweiligen Pflanzen vor natürlichen Fressfeinden schützen soll. Werden diese Glykoproteine vom Menschen verzehrt, kann die Darmgesundheit negativ beeinflusst werden. Dies gilt nicht für alle Lektine, nur für die schädlichen Vertreter. Diese „Anti-Nährstoffe“ binden sich an Kohlenhydratstrukturen, welche sich wiederrum an die Darmwände heften. Besonders häufig geschieht dies im Dünndarm.

Wie wirken sich Lektine aus?

Haben sich die oben genannten Strukturen einmal in der Darmwand breit gemacht, können die wichtigen Nährstoffe nur noch eingeschränkt vom Körper aufgenommen werden. Währenddessen können jedoch die giftigen Lektine in den Blutkreislauf gelangen und den Stoffwechsel verlangsamen. Aus diesem Grund können sie auch den Gewichtsverlust eines Menschen negativ beeinflussen und beim Abnehmen regelrecht hinderlich sein. Hierzu gibt es jedoch noch keine medizinischen Langzeitstudien und somit auch keine aussagekräftigen Ergebnisse.

Wie kann die Aufnahme von Lektinen verringert werden?

Häufig werden die Lektine jedoch schon vor dem Verzehr unschädlich gemacht. Da sie Temperaturen nur bis zu 75 Grad Celsius aushalten können, überleben sie einen Koch- oder Backvorgang in der Regel nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet auf den rohen Verzehr der lektinreichen Lebensmittel. Alternativ kann auf Brokkoli, Spinat oder Avocado zurückgegriffen werden.

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