Schwarzkümmelöl in Bioqualität ist natürliche Medizin

 

Nicht jedem ist sofort klar, dass die so ähnlich klingenden Begriffe Kümmel, Kreuzkümmel und Schwarzkümmel botanisch sehr unterschiedliche Pflanzen sind. Zwar sind alle drei wunderbare Gewürze für unsere Speisen, dennoch hat sich die traditionelle Pflanzenmedizin am Bosporus bereits vor mehreren Tausend Jahren auf das reine Schwarzkümmelöl fokussiert. Aber lässt sich eine gesundheitsfördernde Wirkung von Schwarzkümmelöl wissenschaftlich überhaupt nachweisen? Woran könnte es wohl liegen, dass gerade Allergiker auf das alte Hausmittel schwören?

Was ist Schwarzkümmelöl?

Das grünlich-braune Öl des Schwarzkümmels schmeckt etwas krautig-pfeffrig. Hergestellt wird es aus dem „Echten Schwarzkümmel“ (Nigella sativa), genauer aus dessen samtig-schwarzen Samen. Seit Jahrtausenden schon wird dieser Echte Schwarzkümmel in den weiten Gebieten der Türkei und des Irak als Gewürzpflanze, aber eben auch als Heilpflanze kultiviert.

Ausgehend vom Bosporus verbreitete sich die Kunde über die Wohltaten des Schwarzkümmels bald nach Südeuropa, Nordafrika, Pakistan und Indien, wo das Öl in der traditionellen Pflanzenheilkunde einen festen und wichtigen Platz einnahm.

Kalt gepresst liefert Schwarzkümmelöl gleich ein Spektrum gesunder ungesättigter Fettsäuren und darüber hinaus noch weitere Wirksubstanzen. Was dieses Öl so einzigartig macht, sind vor allem diese vier Stoffe:

  • Omega-6-Fettsäuren
  • Gamma-Linolensäure
  • Thymochinon
  • α-Hederin

Bei den letzten beiden Punkten handelt es sich übrigens um sekundäre Pflanzenstoffe.

Herstellung des Schwarzkümmelöls

Echter Schwarzkümmel liefert uns aromatische Samen, die mit Fug und Recht als Wirkstoffpäckchen bezeichnet werden können. Nach dem Trocknen werden sie gepresst. Wer auf Bioqualität Wert legt, sollte unbedingt darauf achten, dass das Öl mittels des schonenden Kaltpress-Verfahrens gewonnen wurde, denn nur so bleibt der größte Teil der wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Wirkungsweise

Schwarzkümmelöl wurde schon im Altertum nicht umsonst als „Gold der Pharaonen“ bezeichnet. Seine gesundheitsfördernden Leistungen lassen sich so zusammenfassen:

  • Linderung von Verdauungsbeschwerden
  • Zurückdrängung von Entzündungen
  • Hemmung der Ausbreitung von Mikroben
  • Stärkung des Immunsystems
  • Pflegebalsam für Haut und Haar
  • Verbesserte Heilung bei Schuppenflechte und Neurodermitis

Diese therapeutischen Wirkungen wurden inzwischen durch viele wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Ein besonderer Fokus wurde dabei auf das Thema Allergien gelegt. Schwarzkümmelöl führt in der Tat zu einer messbaren Linderung allergischer Symptome, was die zugehörigen klinischen Laborwerte auch eindeutig widerspiegeln.

Pollenallergiker zum Beispiel sollten mit der Einnahme von Schwarzkümmelöl schon ein paar Wochen vor dem Aufkommen der sie reizenden Allergene beginnen. Wer unter einem atopischen Ekzem oder Asthma leidet, kann sich ebenfalls mit Schwarzkümmelöl Kapseln von Bioqualität weitgehend selbst helfen. Eine positive Wirkung des Schwarzkümmelöls hat sich außerdem bei Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und Fettstoffwechselstörungen gezeigt.

Qualitätskriterien und Darreichungsformen

Beim Schwarzkümmelöl kommt es sehr auf die Qualität an. Es sollte im Zuge seiner Herstellung unbedingt kalt gepresst worden sein und zudem in Bioqualität vorliegen. Beide Qualitätsmerkmale sollten auf der Produktverpackung eindeutig vermerkt sein. Die Bioqualität bezieht sich unter anderem auf den Anbau und die Pflege der Pflanzen. Handelt es sich um einen konventionellen Anbau, muss damit gerechnet werden, dass Pflanzenschutzmittel wie Pestizide und Fungizide zum Einsatz gekommen sind.

Kapseln mit Schwarzkümmelöl lassen sich bei der Einnahme sehr genau dosieren. Zudem kriegt man von dem eigenwilligen Geschmack des Öls gar nichts mit. Es gibt aber viele Menschen, die das orientalische Aroma des Öls sogar sehr mögen. Auf jeden Fall sollten die Kapseln mit viel Flüssigkeit möglichst im Verein mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Die Dosierung liegt üblicherweise bei circa drei Gramm pro Tag.