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Veganer und trotzdem Leistungssportler? Das geht!

Der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist dafür bekannt, von Zeit zu Zeit seine polarisierende Meinung in den Medien zu teilen. Kürzlich ließ sich der Fleischfabrikant über „militante Veganer“ und eine vermeintlich ungesunde vegane Lebensweise aus. Dass Veganismus und Leistungssport allerdings sehr gut zusammenpassen, zeigen immer mehr Profisportler. Alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine lassen sich auch durch pflanzliche Ernährung aufnehmen. Wir haben uns genauer mit dem Thema Veganismus und Leistungssport beschäftigt.

Warum vegan werden?

Vegan zu leben wird immer beliebter. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, auf Fleisch und andere tierische Produkte zu verzichten. Dabei können die Gründe für diesen Lebensstil verschiedenster Natur sein. Viele Menschen entscheiden sich aus ethischen Gründen auf den Fleischverzicht. Für sie ist industrielle Massentierhaltung moralisch nicht vertretbar. Zudem lohnt es sich auch für das Klima auf Fleisch zu verzichten. Die Fleischproduktion ist ein wesentlicher Faktor in der jährlichen CO²-Bilanz. So habe Experten errechnet, dass rund 15 % des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen auf die Massentierhaltung zurückzuführen ist. Weniger Fleisch bedeutet dementsprechend auch weniger Luftverschmutzung. Ein dritter wichtiger Faktor ist der gesundheitliche Aspekt, auf welchen wir später noch genauer eingehen wollen. So ist unter anderem mittlerweile erwiesen, dass chronische Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Krankheiten bei Veganern deutlich seltener auftreten.

Deshalb setzen Profisportler auf vegane Ernährung

Immer mehr Athleten aus den unterschiedlichsten Sportarten entscheiden sich mittlerweile für eine vegane Ernährung. Tennis-Ass Novak Djokovic beispielsweise hat aus einer Unverträglichkeit heraus auf Milchprodukte verzichtet und lebt mittlerweile komplett vegan. Hafermilch gilt beispielsweise als ein gesunder und leckerer Kuhmilch-Ersatz. Bestimmte pflanzliche Stoffe wirken antitoxisch und damit ebenfalls entzündungshemmend. So kann mit einer veganen Lebensweise die Entzündungsempfindlichkeit gesenkt oder die Regenerations- und Konditionsfähigkeit des Körpers verbessert werden. Das hat auch Serge Gnabry zu einem echten Leistungssprung bei den Bayern verholfen. Auch sein Sturmpartner Robert Lewandowski achtet genau auf seine Ernährung. Bei so viel Professionalität ist es keine Überraschung, dass die Bayern mit einer Fußball Wetten Quote von 1,05 schon wieder der klare Favorit auf den zehnten Meistertitel in Folge ist (Stand: 01. 11.). Doch nicht nur im Tennis und Fußball setzen immer mehr Sportler auf einen veganen Lebensstil. Auch Basketball-Star Kyrie Irving oder Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton verzichten auf tierische Produkte.

 

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Ausgewogen ernähren und Nährstoffmangel vermeiden

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass sich Profisportler aufgrund drohender Mangelerscheinungen nicht komplett vegan ernähren sollten. Diese Fehleinschätzung ist glücklicherweise mittlerweile widerlegt. Zwar enthalten tierische Produkte wie Milch, Eier oder Fleisch wichtige Eiweiße und Proteine in sich, allerdings können diese auch problemlos mit pflanzlichen Ersatzvarianten gewonnen werden. Produkte aus Soja, allen voran Tofu, sind ein sehr guter Eiweißträger. Kalcium, welches vor allem in Milchprodukten steckt, findet sich ebenfalls in Nüssen oder verschiedenen Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Linsen. Für den Eisenhaushalt schwören Veganer unter anderem auf grünes Gemüse wie Spinat, Salat oder Brokkoli. Dieser enthält zudem auch viel von dem B12-Vitamin. Generell gilt, dass die Zufuhr von Ballaststoffen und verschiedenen Vitaminen höher ist, als bei omnivorer Ernährung.


Auch Profisportler, die regelmäßig an ihre körperlichen Grenzen gehen, können problemlos auf Fleisch oder andere tierische Produkte verzichten, wenn sie sich vegan und ausgewogen ernähren. Das gleiche gilt natürlich auch für Amateur- und Freizeitsportler.

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