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Abends Gute-Nacht-Brot essen?

Immer mehr Bäckereien bieten ein so genanntes Eiweiß-Brot an – das Gute-Nacht-Brot. Vielfach empfehlen Wissenschaftler, abends mehr Eiweiße und weniger Kohlenhydrate zu essen. Auch soll die Umstellung des Körpers auf mehr Eiweiße beim Abnehmen helfen. Diesem Tipp sind die Bäckereien gefolgt und raten ihren Kunden nun zu dem Gute-Nacht-Brot am Abend. Aber was findet sich nun eigentlich im dem Eiweiß-Brot, und ist es wirklich gesund?

Mehr Kalorien als normales Brot

Die Verbraucherzentralen betrachteten das Eiweiß-Brot genauer: „Es gibt einzelne Untersuchungen, die nahe legen, dass eine kohlenhydratarme Kost am Abend zugunsten eines hohen Eiweißanteils beim Abnehmen hilft.“ Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Brot deutlich mehr Kalorien als ein normales Brot enthält. Zudem lässt es sich nur ganz schlecht in schmale Scheiben schneiden, so dass man zwangsläufig mit kräftigen Brotscheiben konfrontiert wird.

Viel mehr Fette und allergene Stoffe

Um den Eiweißanteil in den Broten zu erhöhen, wird das Getreidemehl reduziert. Hinzu kommen Weizenkleber sowie Soja- und Lupineneiweiß. Alle drei Stoffe können bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Weiterhin wurde dem Brot ein mehr- bis zehnfacher Gehalt an gesättigten Fetten hinzugefügt im Vergleich zu einem Roggenbrot. Wenn das Brot auch oft einen pappigen Geschmack im Mund hinterlässt, so sind die Verkaufspreise doch nicht von Pappe. Jedes dieser relativ kleinen 1-Pfund-Brote kostet mehr als 3,00 EUR im Angebot.

Alternativen zum Eiweiß-Brot

Als Alternative zum Eiweiß-Brot empfehlen die Verbraucherschützer dünne Scheiben von Vollkornbrot, die dann reichhaltig mit Quark, Frischkäse oder Tofu belegt werden können. Auch ein gekochtes oder gebratenes Ei, Streichwurst oder Corned Beef stellen eine Möglichkeit dar. Als guter Ballaststoff ist Vollkornbrot auch tagsüber bestens geeignet, um längere Zeit satt zu bleiben. Getreideflocken aus Vollkorn können ebenfalls empfohlen werden, zum Beispiel Haferflocken, wenn sie nicht mit Zucker angereichert werden wie fast immer bei den beliebten Corn Flakes. Auf ein Brot, das nur mit ganzen Kernen verziert ist, solle man dagegen nicht „hereinfallen“. Auch die Farbe des Brotes könne keine eindeutige Auskunft über den Inhalt geben.

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