Wissenschaft

Verbot von Transfettsäuren

Jedes Jahr sterben fast 500.000 Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Diese Erkrankungen werden immer öfter durch den häufigen Verzehr von Transfettsäuren verursacht. Daher will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diese ungesunden Zusatzstoffe aus den Lebensmitteln verschwinden lassen. Eine deutliche Kampfansage, welche die WHO in den nächsten fünf Jahren durchsetzen möchte. Nur so lasse sich die Zahl der Todesopfer entscheidend verringern, teilt die Organisation mit.

Tranfettsäuren und ihr Vorkommen

Transfettsäuren finden sich vor allem in gebackenen Lebensmitteln oder weiterverarbeiteten Produkten. Da diese Nahrungsmittel immer häufiger, in vielen Industrieländern sogar mehrmals täglich verzehrt werden, steigen die gesundheitlichen Risiken enorm an. Die ungesunden Transfettsäuren entstehen beim künstlichen Härtungsprozess von Pflanzenfetten. Darunter zählt auch die Herstellung von Backfett oder Margarine. Alternativ könnten hochwertige Pflanzenöle, zum Beispiel Rapsöl, Olivenöl oder Kokosöl verwendet werden.

Es gibt aber auch natürliche Transfette, die vor allem in Fleisch- oder Milchprodukten vorkommen. Diese sind in natürlicher Form vorhanden und entstehen nicht bei künstlichen Prozessen. Um die Aufnahme der Transfette deutlich zu verringern ist eine rein vegetarische Ernährung empfehlenswert. Wer nicht auf Fleisch- und Milchprodukte verzichten möchte, sollte darauf achten, dass die tägliche Aufnahme der Transfettsäuren im Normalbereich bleibt. Dieser liegt durchschnittlich bei 1 % der täglichen Kalorienzufuhr.

Wie sollen die Transfettsäuren aus Lebensmitteln entfernt werden?

Laut WHO können die schädlichen Transfettsäuren ohne hohe Kosten aus den Lebensmitteln entfernt werden. Dabei würde auch nicht die Qualität der Produkte leiden. In einigen Ländern wird tatkräftig an der Umsetzung gearbeitet. Ein Verbot der Transfettsäuren soll die Lebensmittelhersteller dabei zum Umdenken zwingen. Dänemark gilt dabei als Vorbild, hier finden sich die gefährlichen Zusatzstoffe schon seit 15 Jahren nicht mehr. Auch in den USA gibt es bereits einige Verbote bezüglich der Transfettsäuren. Neue und härtere Regulierungen sind ebenfalls im Gespräch. Unklar ist bis jetzt nur, wie gegen die Verstöße vorgegangen werden soll.

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