Sicheres Zuhause – 5 Tipps für einen unfallfreien Haushalt

Die meisten Menschen fühlen sich in ihrem eigenen Zuhause am sichersten. Doch entgegen der landläufigen Meinung, dass sich Unfälle überwiegend im Straßenverkehr ereignen, passiert der Großteil aller Unglücke im Haushalt. Wer unachtsam ist, setzt sich dabei dem größten Verletzungsrisiko aus – denn die meisten Unfälle lassen sich durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. Diese 5 Tipps zeigen, wie man verheerenden Unfällen im eigenen Haushalt aus dem Weg gehen kann.

1.     Sturzgefahr verringern

Die meisten Haushaltsunfälle passieren aufgrund von heimtückischen Stolperfallen. Ob Staubsaugerkabel oder herumliegendes Spielzeug: Schnell kann es zu kleinen oder größeren Stürzen kommen, die unliebsame blaue Flecken oder schlimmstenfalls schmerzhafte Prellungen verursachen. Auch rutschige Böden können die Sturzgefahr erhöhen – ein falscher Schritt kann genügen, um zu Fall zu kommen. Besonders für Kinder und ältere Menschen besteht zuhause eine hohe Sturzgefahr.

Um Stürze zu vermeiden, sollte man deshalb stets für Ordnung am Boden sorgen – Stolperfallen, wie Gerätekabel oder Bauklötze, sollten also direkt nach Verwendung weggeräumt werden. Auf besonders rutschigen Böden lohnen sich Teppiche – diese reduzieren nicht nur die Sturzgefahr, sondern sind noch dazu ein optischer Blickfang. Außerdem sind hier auch Anti-Rutsch-Socken (besonders für Kinder) bzw. rutschfeste Hausschuhe empfehlenswert, um auf glatten Böden sicher unterwegs zu sein.

2.     Vergiftungen vorbeugen

Ob für den gründlichen Wohnungsputz, das wöchentliche Wäschewaschen oder die Schädlingsbekämpfung beim Gärtnern im Gewächshaus: Im Haushalt kommen zahlreiche chemische Mittel zum Einsatz, die im Alltag selbstverständlich sind. Im Umgang mit Reinigungs-, Wasch- und Pflanzenschutzmitteln ist jedoch höchste Vorsicht geboten – schließlich besteht hier Vergiftungsgefahr, wenn die Chemikalien falsch verwendet werden.

Im Haushalt sind viele Produkte der Gefahrenklasse 1 vertreten – dazu zählen z. B. Fenster-, Haushalts- und WC-Reiniger sowie Deo- und Insektensprays. Doch was beschreibt die Gefahrenklasse genau? Im Prinzip gibt sie die Art der Gefahr an – Chemikalien der Gefahrenklasse 1 sind unter bestimmten Bedingungen explosiv – z. B. wenn sie mit hohen Temperaturen in Berührung kommen. Die folgende Grafik zeigt, wie man in den eigenen vier Wänden mit Produkten der Gefahrenklasse 1 umgehen sollte:

Stoffe der Gefahrenklasse 1 erfordern einen entsprechenden Umgang (©medsolut.com).

Besondere Vorsicht ist mit Babys und Kleinkindern geboten – schließlich sind sie voller Neugier und haben einen unbändigen Entdeckerdrang. Eltern müssen unbedingt sämtliche Chemikalien in einem geschlossenen Schrank – außer Reichweite des Nachwuchses – aufbewahren, um Vergiftungsgefahren die Stirn zu bieten.

3.     Unfallrisiko in der Küche reduzieren

Es gibt zahlreiche Gefahren, die in den eigenen vier Wänden lauern – besonders viele finden sich dabei in der Küche. Schließlich wird hier in der Regel täglich mit Hitze, Messern und chemischen Reinigungsmitteln gearbeitet, um köstliche Speisen, wie selbstgemachtes Fast Food, auf den Tisch zu zaubern. Um kleine und große Unfälle in der Küche zu vermeiden, sollte man auf Nummer Sicher gehen – und zwar mit diesen Tipps:

  • Messer sollten niemals ohne Schutz herumliegen. Wenn sie gerade nicht verwendet werden, bewahrt man sie am besten in speziellen Messerblöcken Diese schonen nicht nur die Klingen, sondern garantieren weitaus höhere Sicherheit als die ungeschützte Aufbewahrung in einer Küchenschublade.
  • Beim Schneiden von z. B. Gemüse, Obst oder Fleisch sollten immer rutschfeste Schneidebretter verwendet werden. So ist das Risiko abzurutschen und sich in die Finger zu schneiden weniger hoch.
  • Beim Kochen ist es ratsam, Zutaten möglichst behutsam in Töpfe und Pfannen zu geben, um umherspritzendes Wasser bzw. Fett und somit Verbrennungen erfolgreich zu vermeiden. Mit Kindern ist außerdem immer darauf zu achten, lange Pfannenstiele nach hinten zeigen zu lassen, damit die Kleinen die Pfanne nicht im Eifer des Gefechts zu Boden reißen.
  • Damit gefährliche Inhalte, wie Geschirrspülmittel, Essigessenzen oder spitze/ scharfe Gegenstände nicht in die Hände von Kindern – oder auch älteren Menschen, die von Demenz betroffen sind, geraten, sind praktische Schubladensicherungen

4.     Stromschläge vermeiden

Auch im Umgang mit elektrischen Geräten können Unfälle in den eigenen vier Wänden passieren. Gefährliche Stromschläge gehören dabei zu den Hauptursachen für verschiedene Verletzungen im Haushalt. Gerade in der Küche und im Badezimmer, wo Elektrogeräte in regelmäßiger Verwendung sind, ist das Verletzungsrisiko hoch – etwa bei kaputten Kabeln und im Kontakt mit Wasser. Verheerende Stromunfälle lassen sich aber verhindern, indem man diese Vorkehrungen trifft:

  • Vor der ersten Inbetriebnahme empfiehlt es sich, die Bedienungsanleitung sorgfältig zu lesen, um das Gerät richtig zu verwenden.
  • Wenn das jeweilige Elektrogerät gerade nicht verwendet wird, sollte der Netzstecker immer gezogen werden.
  • Defekte Geräte sind eine besonders große Gefahrenquelle – um auf der sicheren Seite zu sein, müssen diese entweder repariert oder durch neue ersetzt werden.
  • Elektrische Geräte müssen immer in sicherem Abstand zu Feuchtigkeitsquellen aufbewahrt und verwendet werden. So sollte ein Haarfön niemals in unmittelbarer Nähe zu einer mit Wasser gefüllten Badewanne in Betrieb genommen werden.

5.     Gefahren beim Putzen aus dem Weg gehen

Natürlich führt kein Weg um einen regelmäßigen Wohnungsputz dabei sollten Sie möglichst Handschuhe tragen um Irritationen oder Juckreiz zu vermeiden, doch wer hier unachtsam ist, setzt sich einer großen Unfallgefahr aus – besonders beim Fensterputzen. Viel zu oft werden Fensterbänke oder Stühle ohne festen Stand verwendet, um die höchstgelegenen Fensterecken zu erreichen. Ehe man es sich versieht, ist schon ein Sturz passiert.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist eine robuste Aluminiumleiter mit griffigen Trittflächen und Standfüßen (mit fixierter Spreizsicherung) ratsam – so ist ein sicherer Stand garantiert.

Fazit

Ob ein Ausrutschen auf glattem Boden, gefährlicher Stromschlag oder Sturz von der Fensterbank: Unfälle im Haushalt sind keine Seltenheit. Mit diesen 5 nützlichen Tipps lassen sich die meisten Gefahrenquellen im eigenen Zuhause jedoch erfolgreich ausschalten.

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1 Kommentar

  1. Danke für den Artikel. Als Ernährungsberater für Säuglinge und Kleinlinder habe ich viele Kund:innen die mit ihren Kindern kochen – umso schöner auch einmal über das Thema „Sicherheit beim Kochen“ einen Artikel zu lesen.

    Mach weiter so!

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